Beschreibung
In Oria, einem kleinen Dorf am Comer Ufer des Ceresio-Sees, scheint die Zeit stillzustehen. Der Ort ist unberührt vom Lauf der Jahrhunderte und den Veränderungen der Landschaft. Hier verbrachte Antonio Fogazzaro lange Zeit in der Villa, die heute seinen Namen trägt: Villa Fogazzaro. Sie inspirierte ihn zu seinem berühmtesten Roman “Piccolo mondo antico”, der als sein Meisterwerk gilt und 1896 veröffentlicht wurde.
Heute bietet die Villa eine wunderbare Reise in die kleinbürgerliche Welt des späten 19. Jahrhunderts, eingebettet in eine bezaubernde Ecke der Lombardei, die Antonio Fogazzaro, einer der größten italienischen Schriftsteller, so sehr liebte. Dieselbe intime, familiäre Atmosphäre, die die Kulisse für die Geschichte von Franco und Luisa Maironi, den Protagonisten des berühmten Romans “Piccolo Mondo Antico”, bildete, ist bis heute unverändert erhalten geblieben. Dies ist Marquis Giuseppe Roi, dem Urenkel des Schriftstellers, zu verdanken, der die Villa Mitte des 20. Jahrhunderts renovierte, jeden Raum geschmackvoll einrichtete und sie 2009 dem FAI (Italienischer Umweltfonds) vermachte, damit sie nach seinem Tod nicht verloren ginge.
Die literarische Inspiration ist noch immer allgegenwärtig, vom Arbeitszimmer mit den persönlichen Memoiren des Schriftstellers bis zur Bibliothek, vom Sibirischen Zimmer, dem Herzstück des Hauses, das seinen Namen seiner Nähe zur Loggia verdankt, die es zum am schwierigsten zu heizenden Raum machte, bis zum Esszimmer, hinauf zur Galerie mit den Fresken und dem privaten Dock, dem Ort, an dem im Buch der tragische Tod der kleinen Ombretta stattfand.
Neugier

Im Jahr 1941 dienten der Garten und der Sibirische Saal als Kulisse für den Film “Piccolo Mondo Antico” von Mario Soldati, der auf dem gleichnamigen Roman von Antonio Fogazzaro basiert und in dem Alida Valli und ein Newcomer namens Massimo Serato die Hauptrollen spielten.
Im Jahr 2001 wurde der Roman „Piccolo mondo antico“ erneut für das Fernsehen adaptiert, diesmal unter der Regie von Cinzia T.H. Torrini. Zur Besetzung gehören Alessandro Gassmann als Franco Maironi, Claudia Pandolfi als Luisa Rigey, Virna Lisi als Marchesa Orsola Maironi und Renato Carpentieri als Onkel Piero. Der Film, unterteilt in zwei jeweils 100-minütige Episoden, bietet eine werkgetreue Umsetzung von Fogazzaros Werk und respektiert dessen zentrale Themen und den historischen Kontext.
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