Beschreibung

Entdeckung geheimer Orte

In einem prächtigen Tal im Herzen der Lepontinischen Voralpen, zwischen dem Comer See und dem Luganersee, liegt der Valsanagra-Park. Hier fließt der Bach Sanagra, besser bekannt als Senagra, von den Berghängen bis zu seiner Mündung in Menaggio. Um dieses Gebiet aufzuwerten und zu schützen, wurde der Valsanagra-Park 2005 von den Gemeinden Grandola ed Uniti und Menaggio als lokaler Park von überkommunalem Interesse (PLIS) anerkannt.

Eine Naturperle zwischen Lario und Ceresio

Der Valsanagra-Park erstreckt sich über ein riesiges Gebiet, das sich durch eine noch fast unberührte und wilde Naturlandschaft auszeichnet, reich an Tier- und Pflanzenarten und alten ländlichen Siedlungen, durch die sich zahlreiche Wanderwege schlängeln.

Der Valsanagra-Nationalpark ist recht groß, da er sich vollständig von Norden nach Süden entlang der Talachse erstreckt, mit einem Höhenunterschied von 1900 m und einer Länge von 15 km. Nördlich des Tals erheben sich die Berge Tabor, Marnotto und Bregagno (2107 m), südöstlich liegt das Menaggio-Gebiet. Östlich des Tals befindet sich der Monte Grona (1736 m) und westlich das Cavargna-Tal, das über den Weg von Alpe Logone (1100 m) hinauf zum Monte Pizzone (1742 m) erreichbar ist.

Eine außergewöhnliche Naturlandschaft

Die noch immer unberührte Landschaft, geformt vom Fluss Sanagra und von Gletschern, zeichnet sich durch abwechselnde Wälder, Wiesen und Bergweiden aus, die ein wahres Naturmosaik bilden. Seltene und endemische Pflanzenarten sind ebenfalls vertreten, darunter der wertvolle Weißtannenwald (Abies alba), der das Einzugsgebiet des Flusses bedeckt. Die bemerkenswerte Tierwelt mit über hundert heimischen Tierarten, das einzigartige Mikroklima und der geringe Urbanisierungsgrad, kombiniert mit der guten Erreichbarkeit, machen dieses Gebiet zu einem der interessantesten in der Region Laria – sowohl aus naturkundlicher als auch aus ökologischer Sicht.

Geschichte und ethnographisches Erbe

Die Erhaltung dieses nahezu unberührten Naturerbes ist vor allem seinem historischen Erbe zu verdanken. Die ersten Siedlungen waren anfangs saisonal und mit Viehzucht und Forstwirtschaft verbunden. Erst mit der Etablierung handwerklicher und industrieller Betriebe, die das Wasser des Baches zur Energiegewinnung nutzten, wurden sie dauerhaft. Seit der Antike wurde das Wasser des Sanagra-Bachs zum Antrieb von Mühlsteinen, Hämmern in Öfen (in “Forno” – Cardano) und Turbinen zur Stromerzeugung (Seidenmühle und Venini-Werk in Menaggio) verwendet. Obwohl diese Aktivitäten heute eingestellt wurden, stellen die Überreste der Anlagen ein unschätzbares ethnografisches Erbe dar und sind Teil des Ökomuseums Valsanagra, das entlang des Wanderwegs besichtigt werden kann. Zum Museum gehört auch das Ethnografische und Naturkundemuseum Valsanagra in der Gemeinde Grandola e Uniti mit interessanten Ausstellungsräumen zu den naturalistischen Besonderheiten der Region.

Geologie und Paläontologie

Ein weiterer wichtiger Faktor, der das Schicksal dieses Gebiets bestimmt hat, ist seine äußerst vielfältige geologische Beschaffenheit, die durch den Verlauf der “Grona-Linie” beeinflusst wurde, einer Verwerfung von regionaler Bedeutung, die hier eine Fossilienlagerstätte von nationaler Bedeutung durchquert, nämlich den kohlenstoffhaltigen Aufschluss der Alpe di Logone.

Das Ökomuseum von Valsanagra

Der Valsanagra-Park ist ein integraler Bestandteil des Ökomuseums; er wurde in enger Partnerschaft mit diesem entwickelt und arbeitet mit ihm zusammen mit dem Ethnografisches Museum für Naturgeschichte Valsanagra.

Die Paläontologische Halle beherbergt Pflanzenreste, die über 310 Millionen Jahre alt sind – einzigartige Funde in der Lombardei, die als die ältesten Fossilien der gesamten Provinz gelten und selbst auf nationaler Ebene selten sind.

In der Nähe

  • Das Naturwissenschaftlich-Ethnographische Museum von Valsanagra
  • Villa Mylius Vigoni — Prächtige Residenz aus dem 19. Jahrhundert am Comer See, in Loveno, einem Weiler von Menaggio
  • La Naturschutzgebiet Piano Lake
  • Kaiserwald — Ein Naturlehrpfad in der Gemeinde Carlazzo, einem der vielen Wälder, die in den 1930er Jahren angelegt wurden und zahlreichen Tierarten ein Zuhause bieten.

Erlebnisse

  • Zykluspfad — Ehemalige Eisenbahnstrecke Menaggio-Porlezza
  • Gesundheitspfad — Ein für sportliche Aktivitäten geeigneter Wanderweg, fast 4 Kilometer lang. Von Loveno (320 m), einem Ort oberhalb von Menaggio, erreicht man ihn über die Beschilderung nach Piamuro (oder Pianure).

Galerie

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